Anspruchsvolle Wahl des Katzenfutters: So ernähren Sie Ihre Katze richtig
Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für ein langes, aktives Katzenleben. Damit Ihre Katze alle wichtigen Nährstoffe erhält, sollten Sie das Katzenfutter sorgfältig auswählen und auf eine artgerechte Fütterung achten. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihre Katze optimal ernähren und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Warum hochwertiges Katzenfutter so wichtig ist
Katzen sind reine Fleischfresser. Ihr Körper ist darauf ausgelegt, tierisches Eiweiß und Fett als Hauptenergiequelle zu verwerten. Sie benötigen außerdem bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren wie Taurin – Kohlenhydrate dagegen nur in sehr geringen Mengen.
Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung „Alleinfuttermittel“.
Dieses enthält alle wichtigen Nährstoffe in einer ausgewogenen Zusammensetzung und schützt zuverlässig vor Mangelerscheinungen oder Überversorgungen.
Tipps für die richtige Futterwahl
- Hochwertige Zutaten und klare Deklaration
- Hoher Fleischanteil
- Möglichst wenig Zusatzstoffe
- Sparsamer Einsatz von Leckerlies, um Übergewicht zu vermeiden
- Regelmäßiges Wiegen und tierärztliche Kontrolle
Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag
In der Natur fressen Katzen bis zu 15 kleine Mahlzeiten täglich. Daher sollten auch Hauskatzen mehrmals am Tag gefüttert werden – idealerweise mindestens fünf Portionen.
Fütterungsempfehlungen
- Trockenfutter kann länger bereitstehen, Feuchtfutter nicht.
- Futterspiele wie Fummelbretter, Food Puzzles oder Futterbälle fördern das natürliche Jagdverhalten.
- Bei Trockenfutter unbedingt ausreichend Wasser anbieten.
- Ein Teil der Ration sollte immer aus Feuchtfutter bestehen, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.
Wie viel Kalorien braucht eine Katze?
Richtwert für eine gesunde erwachsene Katze:
Körpergewicht (kg)0,67 x 100= täglicher Kalorienbedarf
Beispiel: Eine 4 kg-Katze benötigt etwa 253 kcal pro Tag.
Ausreichend Flüssigkeit ist essenziell
Katzen, die Feuchtfutter fressen, decken ihren Flüssigkeitsbedarf meist über das Futter. Bei Trockenfutter müssen sie zusätzlich trinken – was vielen Katzen schwerfällt.
Tipps zur Trinkförderung
- Trinkbrunnen
- Mehrere Wasserschüsseln im Wohnraum
- Täglich Feuchtfutter anbieten
- Keine Kuhmilch – sie wird schlecht vertragen und ersetzt kein Wasser
Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme beugt Harnwegsproblemen und Nierenbelastungen vor.
Katzenfutter selbst kochen – möglich, aber anspruchsvoll
Selbst gekochtes Katzenfutter kann funktionieren, erfordert aber viel Wissen und Zeit. Ohne fachliche Begleitung besteht ein hohes Risiko für Nährstoffmängel oder gefährliche Überversorgungen.
Wer Katzenfutter selbst zubereiten möchte, sollte:
- Eine tierärztliche Ernährungsberatung aufsuchen
- Einen professionellen Rationsplan erstellen lassen
- Regelmäßige Anpassungen berücksichtigen
Gerade bei Kitten kann falsche Ernährung zu Wachstumsstörungen führen.
Spezielles Futter für Kitten, tragende oder kranke Katzen
Kitten, trächtige Katzen und Tiere mit Erkrankungen benötigen spezielle Futterrezepturen. Eine tierärztliche Beratung ist hier unerlässlich.
Wichtiger Hinweis zur Futterprägung
Jungtiere gewöhnen sich in den ersten Lebensmonaten an bestimmte Futtersorten. Bieten Sie daher verschiedene Varianten an (verschiedene Marken, Sorten, Nass- und Trockenfutter, selbst gekochtes), um spätere Probleme bei der Futterumstellung zu vermeiden.
Häufige Fehler bei der Katzenfütterung – das sollten Sie vermeiden
- ❌ Vegane oder vegetarische Ernährung
Katzen benötigen tierische Proteine – pflanzliche Ernährung führt zu schweren Mangelerscheinungen. - ❌ Falscher Futterplatz
Futter, Wasser und Katzentoilette sollten getrennt voneinander stehen. - ❌ Futter in falscher Temperatur
Katzenfutter sollte Zimmertemperatur haben – nicht heiß, nicht direkt aus dem Kühlschrank. - ❌ Rohes Fleisch
Kann gefährliche Keime enthalten (z. B. Aujeszkysche Krankheit) und stellt ein hohes Infektionsrisiko dar. - ❌ Gewürzte Essensreste
Enthalten ungeeignete Gewürze und zu wenige Nährstoffe. - ❌ Knochen
Verletzungs- und Verstopfungsgefahr. - ❌ Kuhmilch
Enthält zu viel Milchzucker, führt zu Durchfall. Stattdessen laktosefreie Katzenmilch anbieten.
Fazit: So gelingt artgerechte Katzenernährung
Wer seine Katze gesund und glücklich halten möchte, sollte auf hochwertiges Katzenfutter, mehrere kleine Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit achten. Ergänzt durch sinnvolle Futterspiele und eine sorgfältige Auswahl des Futters – idealerweise in Absprache mit Tierärzt*innen – schaffen Sie die besten Voraussetzungen für ein vitales Katzenleben.
Quelle: Deutscher Tierschutzbund





